Unser Johannes ist ab sofort Celebrity. Denn es werden öffentlich seine Einkommensverhältnisse diskutiert.
Da denkst Du, es gibt so ein paar Konstanten in der Welt. Die Sonne geht im Osten auf, die österreichische Bundesregierung besteht im großen Ganzen aus Ohrwascheln, the internet is for porn und krypto casinos, und auf Produktion und ungefähre Haltungskoordinaten der “Kunstneigungsgruppe” monochrom ist meistens Verlass: Hyperaktiv am Ausschlachten produktiver Mißverständnisse zwischen Pop, Technologie und Diskurs hauen sie Projekte, Kongresse, Videospiele, Filme mit einer Taktung raus, dass man sich nicht bemühen muß, ihnen zu folgen – nicht Du findest die Sachen von monochrom, sondern die Sachen von monochrom finden Dich.
Die
Liste ist lang. Meine persönlichen Highlights darauf sind: Das
Diskurspuppentheater “Kiki & Bubu”. Die umfangreiche Monographie
“Who shot Immanence?”, die Leben und Arbeit eines faktisch inexistenten
Künstlers zum Gegenstand hat, der gleichwohl mit monochrom zur Biennale
nach Sao Paulo fuhr. Das Spiel “Sowjet-Unterzögersdorf”, bei dem die
obsolete(?) Form des Adventure-Games auf die obsolete(?) Ideologie der
Sowjetunion trifft (und sich die Frage stellt: “Was ist ein SLAYER?”).
Das Udo-Proksch-Musical. Zuletzt natürlich der sehr supere Spielfilm
“Die G’stettensaga: The rise of Echsenfriedel”. Wie gesagt: Es war
bislang Verlass drauf, dass ich mich ungefähr einmal im Jahr über
irgendwas Eigenartiges von monochrom freuen darf, das mich ganz ohne
mein Zutun findet.